Die Mitgliederversammlung hat zu der Pflichtversicherung „ja“ gesagt.

Die Mitgliederversammlung 2017 hat am 10. März 2017 einstimmig beschlossen, dass jeder Pächter zur Absicherung eines Totalschadens, ob bei Feuer oder Sturm eine Laubenversicherung haben soll.

Wenn der Pächter (Eigentümer der Laube) nicht versichert ist, muss er, im Falle eines Schadens, die Kosten für die Entsorgung selbst bezahlen. Das Geld können viele Pächter nicht aufbringen, sind zahlungsunfähig oder nicht mehr auffindbar.

Da der Brandschutt die Umwelt gefährdet, verlangt dann der Grundstückseigentümer oder auch die Polizei eine ordnungsgemäße Entsorgung. Da der Verein selber Pächter der Gartenanlage ist und die einzelnen Parzellen lediglich weiter verpachtet, werden sich sowohl der Eigentümer als auch die Behörden an uns halten.

Als Pächter ist der Verein letztendlich verantwortlich dafür, dass die Pachtsache (das Grundstück) in einem ordnungsgemäßen Zustand ist und damit für die Entsorgung des Brandschuttes.

Da der Verein nicht über Vermögen verfügt, sind wir dann gezwungen, eine Umlage für alle Mitglieder zu machen und die Entsorgung in Gemeinschaftsarbeit durchzuführen.

Pächter, die ihre Laube ordnungsgemäß versichert haben, werden ihre verständliche Wut über die finanzielle Belastung Luft machen. Der Vereinsfrieden ist dahin oder zumindest nachhaltig gestört.

Die Versicherung kann jedes Mitglied frei wählen. Wichtig ist allerdings, dass die Versicherung auch die Räumung im Falle eines Brandes enthält. Der Fortbestand der Versicherung muss dem Verein jedes Jahr, durch Police, aktuelle Beitragsrechnung nebst Bezahlnachweis, angezeigt werden. Dieses entfällt bei Abschluss einer Laubenversicherung beim Kleingarten-Versicherungsdienst (KVD). Pächter, die ihre Versicherung beim KVD abschließen wollen, müssen die Anträge über den Verein an den Landesverband einreichen.


Gartenwettbewerb 2017

Wir wollen auch 2017 den Gartenwettbewerb auf Vereinsebene wieder dürchführen.

Wettbewerbe in Kleingartenanlagen haben eine lange Tradition. Standen in der Vergangenheit eher Schönheit, Harmonie und Sauberkeit im Vordergrund, geht es heute um soziale, ökologische, städtebauliche und gartenkulturelle Aspekte.

Anfangs jedoch eine grundsätzliche Frage:

Wozu Wettbewerbe?

Höher, weiter, besser – sind einige der wesentlichen Gründe für Wettbewerbe; ein Messen des eigenen Könnenes im Vergleich zu anderen. Auch viele frühere Kleingartenwettbewerbe widmeten sich messbaren Erfolgen: der größte Kürbis, das bunteste Blumenbeet, die meisten Äpfel, die längste Gurke.

Unser Wettbewerb dagegen soll  unter dem olympischen Grundsatz „Dabei sein ist alles“ stehen. Hauptsächliches Ziel ist es, das Engagement des Einzelnen für das Grün, für Natur in der Stadt und eben für Gartenkultur anzuerkennen. Die Teilnehmer sollen Ideen und Anregungen erhalten und zum Weitermachen motiviert werden.

Die Bewertung erfolgt nach zehn Kriterien:

01 Gestaltung (Erholungs-, Obst- und Gemüseteil, Wasserflächen, Pergolen)

Familiengerechte Aufteilung, Gestaltungsharmonie des Gartens einschließlich der Auswahl der verwendeten Materialien, Wegeführungen und Anordnung von Sitzecken bzw. Freisitzen unter Berücksichtigung des Bundeskleingartengesetzes bzw. Gartenordnung.

02 Gestaltungs- und Unterhaltungszustand der Laube

Harmonie und Anordnung zum Garten, Gestaltungs- und Unterhaltungszustand, „Der Blick hinter die Laube“, Wasserversorgung und Regentonnen.

03 Auswahl der Ziergehölze und Hecken

Auswahl heimischer, für den Kleingarten geeignete Ziergehölze, deren standortgerechte Verwendung, Schnitt und Pflege.

04 Blumenschmuck im Garten

Auswahl von Sommerblumen und Stauden, deren Verwendung und die Gestaltungsharmonie. Berücksichtigt werden die Eigenanzucht im Frühbeet oder Gewächshaus.

05 Sauberkeit und Bearbeitungszustand des Gartens

Pflege der Kultur-, Pflanz- und Rasenflächen, der Wege, Bodenbearbeitung und Bodenpflege.

06 Schnittzustand und Abstand der Obstgehölze unhd Beerensträucher

Kleingartengerechte Auswahl der Obstbäume und Beerensträucher, fachgerechter Pflege- und Erhaltungsschnitt sowie artgerechter Abstand.

07 Kompostanlage und Kompostpflege

Standort (schattige Lage)., Lagerung. Art der Kompostbehälter, Größe, Aussehen, Belüftung, Kompostzustand, Pflege und Verwendung.

08 Auswahl und Stand der Gemüse- und Kräuterkulturen

Kultur- und Gesundheitszustand, Anbaumethoden (Hügelbeet, Hochbeet, Gewächshaus usw.), Fruchtfolgen, Mischkulturen, Auswahl und Vielfalt.

09 Allgemeiner Pflanzenschutz im Garten

Gesundheitszustand der Obst- und Ziergehölze sowie der Gemüsekultuiren, Blumen und Stauden.

10 Biologische Maßnahmen

Biologische Maßnahmen zum Schutz der Nützlinge wie Vögel, Insekten, Reptilien, Bienen und Bodenlebewesen – durch Nistkästen, Futterhäuser, Totholzhaufen, Wasserflächen, Wildkräuter, Igelkuppeln, Ohrwurm-Schlafhöhlen, Insektenhölzer (mit Bohrlöchern), Florfliegen- und Hummelnistkästen, biologische Maßnahmen wie z.B. Schneckenfallen, Kohlfliegenkragen, Gelbtafeln, Schutznetze, Vlies.

Wie in den Kriterien erkennbar, wird die Gestaltung des Gartens und der Laube, sowie deren Zustand, hier genauso bewertet wie die Verwendung heimischer, kleingartengerechter Ziergehölze und Stauden. Selbstverständlich wird auch die Sauberkeit und der Bearbeitungszustand des Gartens berücksichtigt, wie auch die Auswahl und der Zustand von Obstgehölzen und Beerensträuchern, der Gemüse- und Kräutertkulturen oder das Vorhandensein und der Zustand des Kompostplatzes, und auch dem Pflanzenschutz wird man gerecht.

Die Bekanntgabe der Preisträger und die Überreichung der Urkunden erfolgt wieder am Erntedankfest. Jeder Teilnehmer erhält als Anerkennung seines Engagements für die Kleingartenkultur eine Urkunde.